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liebe den Frieden und strebe nach Eintracht Die Schüler der vorigen waren Hillel und Schammai. Und Hillel sagte: Sei wie die Jünger Aarons und liebe den Frieden und strebe nach Eintracht, liebe die Menschen und führe sie zum Gesetz.
Wer ist weise Zomas Sohn sagte: Wer ist weise? Der von allen Menschen lernt, denn es steht geschrieben: Ich bin gelehrter als alle meine Lehrer. [Ps. 119,99] - Wer ist ein Held? Der seine Leidenschaften überwindet, denn es steht geschrieben:
Drei Eigenschaften Drei Eigenschaften sind es, die einen Menschen zum Schüler unseres Vaters Abraham machen, und drei andere machen ihn zum Schüler des gottlosen Bileam*.
Wer von seinem Nächsten Wer von seinem Nächsten auch nur ein Kapitel oder einen Lehrsatz oder einen Schriftvers oder selbst nur einen Buchstaben lernt, muss ihm Ehre erweisen, denn so tat Israels König David, da er von Ahithophel nur zwei Dinge gelernt hatte, und machte ihn zu seinem Rat, Freund und Verwandten,
Weisheit und Taten Ferner sagte er: Womit ist der zu vergleichen, dessen Weisheit größer ist als seine Taten? Mit einem Baum, der viele Zweige aber wenig Wurzeln hat. Der Wind bläst und entwurzelt ihn und wirft ihn um, denn es steht geschrieben:

Judentum - Eben Ha-Eser - Schulchan Aruch

Eben Ha-Eser, d.h. „Stein der Hilfe“ (Vgl. Samuel 4, 1; 5, 1; 7, 12) behandelt in 5 Kapiteln mit 178 Paragraphen die Ehegesetze.

Da in manchen untergeordneten Punkten sich Differenzen zwischen den rechtskräftigen Gewohnheiten der Sephardim und Aschkenasim ausgebildet hatten, schrieb Moses Isserles, der von 1550 bis zu seinem Tod 1572 als Rabbiner in Krakau amtierte und ebenfalls einen Kommentar zu den "Arba'a turim" unter dem Titel "Darkhe Moscheh" (hebr. "die "Wege Moses"), verfasst hatte, Zusätze und Berichtigungen zu allen vier Teilen des Schulchan, welche bei den abendländischen Juden ganz dasselbe Ansehen wie Karos Worte erhielten.

Bald nach der Vorrede des Karo aber auch der des Isserles begann die Kommentierung der Schulchan-Abteilungen, wobei die ältesten von Schülern des Isserles stammen, wie Sefer me'iroth 'Ejnajim (SmA, hebr. das die "Augen erleuchtende Buch"), Erklärung zum Choschen ha-mischpat; Chelqath mechoqeq, Erklärung zu Eben ha'ezer. Danach dann Ture zahab, ein Kommentar zu allen Teilen und Siphthe kohen (Schach) zu Jore de'a und Choschen ha-mischpat. Dann Magen Abraham, Erklärung zu Orach chajjim und als 6. Beth Samuel zu Eben ha'ezer.

Danach kamen unzählige weitere Kommentare bis zur Gegenwart hinzu. Unter den aschkenasischen Juden hat der zusammenfassende Kizzur Schulchan Aruch von Rabbiner Schlomo Ganzfried (1804-1886) aus Ungarn besondere Geltung erhalten, unter den orientalischen Juden der Ben Ish Chai von Josef Chaim (1832-1909) aus Bagdad, der ebenfalls eine Zusammenfassung des Schulchan Aruch darstellt, genauso wie die sechsbändige "Mischnah brurah" des Chafez Chajim (1838-1933, Polen).

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